Derzeit lese ich: „Wendestress: Die psychosozialen Kosten der deutschen Einheit.“ (Schmitz).
Dabei habe ich folgenden Satz gelesen:
„Die Wirklichkeit ist für geschlossene Gedankensysteme immer irritierend.“
Als Teil des Systems kann man nicht an „sich selbst“ zweifeln (bzw. es wird immer unmöglicher je näher man ins „Zentrum“ rückt.), sonst würde das System in sich zerbrechen. In Bezug auf das Buch (DDR/SED Thematik): Es war verboten die Partei zu hinterfragen/zu zweifeln, und noch schlimmer, die Leute innerhalb der Partei durfen nicht an sich (dem System) selbst zweifeln. So ein System ist zum scheitern verurteilt und dennoch verdeutlicht mir diese Weltanschauung (Leninismus) wieso Menschen bis zu letzt an das System geglaubt und es vertreten/gelebt haben, wie sie es taten.
Es geht immer wieder um die Legitimierung des „Notwendigen“ und wenn die Theorie und damit Ideologie „das richtige ist“ dann gibt es keinen Raum für Kritik. Alles kann somit um-interpretiert werden und „Anderes“ muss „notwendigerweise“, auch wenn man es eigentlich nicht vertritt/möchte (Bsp. Gewalt), bekämpft/getilgt werden.