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Bewegung

Viele Themen bewegen sich gerade in meinem Leben und ich freue mich darauf in der kommenden Zeit mit dem „Aufschreiben“ zu beginnen.

bis dahin

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Toller Unternehmer

Durch Karrierebibel bin ich auf den Soda-pop-stop gestoßen. Ein Geschäft das mit Leidenschaft, von John Nese, geführt wird. Er ist ein klassischer „Überzeugungs-Unternehmer“. Die Art wie seine Augen leuchten und er sich in seiner Materie auskennt ist faszinierend. Ein Mann der seinen Weg gegangen ist und auf Qualität setzt. Der keinen verbissenen, profithungrigen Eindruck vermittelt. Er strahlt Freude, Innovation, Spaß und eben auch einen erstklassigen Geschäfts- und Geschmackssinn aus.

Am besten gefallen mir übrigens die Glasflaschen: Ästhetisch, kultig und bringt Geschmacksvorteile mit sich!

Wenn ich mal in Los Angeles bin, dann möchte ich dort hin.

Es war eine sehr gute Entscheidung, mit auf die Grenzgänger-Tour zu gehen. Ein Auto, ein paar Leute und eine Fahrt entlang der innerdeutschen Grenze.  Ich bin  zwei Tage (insgesamt 5) mitgefahren (die ersten beiden Etappen) und es war sehr beeindruckend.

Es war eine Zeit der Gemeinschaft, des Gebets und der Geschichte. Entlang der Grenze zu fahren ist ein sehr besonderes Gefühl. Geografisch an einem spezifischen Ort und indem Teil etwas viel größerem. (Wahrscheinlich fühlt es sich ähnlich an, wenn man auf der chinesischen Mauer steht!) Nicht nur auf der Autobahn von A nach B, sondern immer in Grenznähe. Immer im Bewusstsein, dass jeder Meter Teil des Ganzen ist.

Sehr eindrücklich waren für mich die Momente des „Nachempfindens“:

– Leipzig: Wie muss es gewesen sein plötzlich aus der Nikolaikirche in Leipzig, faszinierend entspannte Stadt, zu kommen und gemeinsam mit Menschenmassen auf den Straßen zu stehen?

– Wie fühlt es sich an, wenn dein Dorf geteilt wird. Eine Grenze durch dein Dorf immer weiterentwickelt wird und man einander nicht mehr grüßen darf?

– Wie sieht das Dorfleben knapp 40 Jahre danach aus?

– Wie muss es sein, wenn dein Heimatdorf (Billmutshausen) einfach abgetragen wird und vom Erdboden verschwindet? Im jahr 2009 nicht mal mehr im Navi ist.

– Wie fühlt es sich an Grenzer zu sein und Menschen im K6 verrecken zu sehen? Nicht einzugreifen, da man Angst vor den eigenen Mienen haben muss?

– Wie fühlt es sich an, deine eigenen Leute zu „beschützen“ jedoch alle Abwehranlagen „freundwärts“ gerichtet zu haben?

– Wie muss es als Grenzer sein dem „Feind“ ins Auge zu blicken? (Point Alpha)

– Wie muss es sich anfühlen an einem Ort zu leben, der nur mit Schein passiert werden darf?

– Wie muss es sich anfühlen nach 40 Jahren Trennung endlich rüber zu dürfen? Einander zu Begegnen und wie sieht diese Begegnung aus?

Ja, es war eine Zeit des Nachempfindens. Des Spürens, des Horchens, des Betens und des Staunens. Die Kombination aus Informationen (zu und über die Orte), das hautnahe wahrnehmen (natürlich) und das fragen/beten/suchen nach Gott (übernatürlich) in all dem, ist sehr bewegend gewesen. Es faszinierte mich mitten in der „Geschichte“ zu stehen. Indem Gott zu fragen was sein Herzschlag sagt und sein Lebensfluss an diesem Ort/Region/Land tun möchte. Menschen/Orte/Regionen und unser Land zu segnen.

Es war bewegend zu realisieren, wie schrecklich und unmenschlich diese Teilung für unser Land, ja unser Land, nicht nur eine Region oder einen Teil der Bevölkerung, gewesen ist. Wie tief diese Spaltung sitzt? Wir tragen als Volk eine Narbe, eine Narbe die uns daran erinnert, dass wir über viele Menschen schreckliches Leid gebracht haben.

1400 km: Sie stehen für Schmerz, Leid und Tod. Indem aber auch für Hoffnung. Hoffnung auf Heilung und Vergebung. Hoffnung auf —– Leben. Und das ist das geniale bei Gott, die Geschichte hört nicht mit dem Tod von Jesus Christus auf. Er hat diesen überwunden und steht für ewiges Leben. Ich glaube wir können Anteil an diesem Leben haben. Sein Geist ist unter uns und wir können in diesen „Great Dance“ eintauchen.

Diese Narbe kann in Zukunft auch dafür stehen, dass wir als Volk eine Wende geschafft haben. Ein Teil der Wende hat die Bevölkerung bereits geschafft, sie hat die Trennung/Mauer friedlich eingerissen. Ich wünsche mir, dass die nächste Wende eine weitere Wende der Hoffnung und Perspektive ist. Das wir als Land gemeinsam neue Wege gehen. Das wir uns gegenseitig anschauen, wertschätzen und an einem Strang zu ziehen. Indem wünsche ich mir, dass es nicht nur um unserer selbst willen passiert, sondern Gutes von uns, Deutschland, ausgeht. In diesem Sinne …

Psychologie

Ein weiteres Mal stelle ich hier ein „Psycho-Test“-Video rein. Es ist faszinierend wie wir Menschen funktionieren. Wie wir geprägt und genormt sind. Warum reagieren wir selbst bei „stupiden“ Anweisungen (Männer rechts-Frauen links)?

Ich für mich habe gemerkt, dass es mir (siehe Test) zu umständlich ist, dass zu hinterfragen. Ich würde es einfach machen und mich danach (wie so manch anderer) fragen, was der Sinn der Regel ist?! (Bzw. sie evtl. ohne irgendeinen Gedanken einfach ausführen.) Das es evtl. keinen Sinn gibt würde mir nicht einfallen, denn man macht ein solches Schild ja nicht umsonst hin! (was ja stimmt, das Schild war für das Video da.) Ich glaube ich würde die Norm nur brechen, wenn es mir mächtig auf die Nerven geht (z.B. wenn der Männerausgang dreißig Meter weiter ist, dann würde ich evtl., zu meinem eigenen Vorteil, „durchbrechen“.) Dennoch die Frage: Ab welchem Zeitpunkt würde ich checken, dass hier mächtig was im argen ist? Es ist krass zu sehen, wie leicht man Menschen führen/manipulieren kann. Wenn ich die Männer rechts die Frauen links haben will: Ein einfaches Schild. Wie leicht kann man damit andere Dinge anstellen?

(Kurzer Exkurs zu meinem derzeitigen Studienthema: Die Stasi hat sehr genau gewusst was mit/in der menschl. Psyche so läuft. Im psychologischen Feld haben sie alle Register gezogen und sehr genaue Forschungen betrieben. Der OM hatte klare Richtlinien wie er mit dem IM umzugehen hat. Er sollte sich in ihn reinfühlen, wissen wie der IM tickt und wie er sein Vertrauen gewinnt. Beim einen mit festem Händedruck, Anzug und kurzer Sprache, beim anderen mit Pulli, freundlich …)

Künstler verschwunden

Immer wieder bin ich auf die Kunst von Liu Bolin getroffen. So auch heute Vormittag. Es ist bemerkenswert auf welche Art und Weise sich Menschen ausdrücken und wie sich Kreativität zeigt. Bolin steht für eine „grandiose Verschmelzung“ mit der Umwelt. Geile Idee(n) und ein Genuss zu betrachten. Hier ein paar kleine „Häppchen“:

Bei Schmitz (Wendestress) habe ich folgendes Zitat gelesen:

„Die etablierte politische Klasse der Bundesrepublik pflegt weiterhin ihre Selbstgefälligkeit.“

Finde ich sehr interessant. Geschrieben wurde das Zitat 1995 und, wie ich finde, noch immer ein „zeitgemäßer Kracher.“ Wirkliche System-veränderer gibt es nicht.

Dieses unglaubliche Desinteresse an den Wahlen (siehe Wahlbeteiligung verg. Sonntag), zeigt mir wie weit Politik-Volk entfernt sind. Ein Land pfeift auf die Politik und dennoch habe ich das Gefühl stört das „den Politiker“ nicht wirklich. Es wird lieber ein bisschen Geld für den „mach dein Kreuz“ Werbespot ausgegeben, dass man sich aber, selbst bei einer Wahlbeteiligung von 20 Prozent stolz auf die Schultern kloppft versteht sich von selbst. Zumal, es ist ja nicht die Schuld der Parteien, wenn der Bürger seine demokratische Freiheit nicht in Anspruch nimmt!

Systeme (Zitat)

Derzeit lese ich: „Wendestress: Die psychosozialen Kosten der deutschen Einheit.“ (Schmitz).

Dabei habe ich folgenden Satz gelesen:

„Die Wirklichkeit ist für geschlossene Gedankensysteme immer irritierend.“

Als Teil des Systems kann man nicht an „sich selbst“ zweifeln (bzw. es wird immer unmöglicher je näher man ins „Zentrum“ rückt.), sonst würde das System in sich zerbrechen. In Bezug auf das Buch (DDR/SED Thematik): Es war verboten die Partei zu hinterfragen/zu zweifeln, und noch schlimmer, die Leute innerhalb der Partei durfen nicht an sich (dem System) selbst zweifeln. So ein System ist zum scheitern verurteilt und dennoch verdeutlicht mir diese Weltanschauung (Leninismus) wieso Menschen bis zu letzt an das System geglaubt und es vertreten/gelebt haben, wie sie es taten.

Es geht immer wieder um die Legitimierung des „Notwendigen“ und wenn die Theorie und damit Ideologie „das richtige ist“ dann gibt es keinen Raum für Kritik. Alles kann somit um-interpretiert werden und „Anderes“ muss „notwendigerweise“, auch wenn man es eigentlich nicht vertritt/möchte (Bsp. Gewalt), bekämpft/getilgt werden.